Volltextsuche auf: https://www.huefingen.de
Volltextsuche auf: https://www.huefingen.de
Das Suchfenster kann über die Taste "ESC" geschlossen werden. Alternativ können Sie die Suche über diesen Link schließen: Suche schließen
Rathaus Hüfingen von vorne

Stadtnachrichten

„Papier dreidimensional“ und „offensichtlich Papier“
Arbeiten von Josef Bücheler und Anja Kniebühler im Stadtmuseum Hüfingen


Am Freitag, dem 24. Januar wird im Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen die erste Ausstellung des neu begonnenen Jahres 2020 eröffnet.
Josef Bücheler und Anja Kniebühler, die sich beide auf ganz unterschiedliche Weise mit dem spannenden und komplexen Werkstoff Papier auseinandersetzen, zeigen ihre Werke.
 
„Meine Arbeiten entstehen spontan in der Auseinandersetzung mit dem Material“, erläutert der in Rottweil lebende und arbeitende Künstler Josef Bücheler, der seine Werke in Hüfingen unter dem Titel ‘Papier dreidimensional’ präsentiert. „Das Material wird mitbestimmend für die räumliche Form, für Inhalt und Aussage meiner Objekte. Materialität und Immaterialität bilden die Pole meiner Arbeit.“ Papier, bunte Zeitungen, Weidenzweige, Seil, Leim, Graphit, Erde und Asche bilden die Ausgangspunkte seiner Werke, die, nicht zuletzt aufgrund ihrer formalen Reduktion und der Verwendung von sogenannten „armen“ Materialien, oft der Arte Povera zugeordnet werden.
Josef Bücheler wurde 1936 in Wiesbaden geboren. Einer Lehre als Tapezierer und Polsterer in der großväterlichen Werkstatt schloss sich eine Ausbildung zum Kunstglaser und Glasmaler an. Zeichnen und Schrift lernte Bücheler währenddessen in der Werkkunstschule Wiesbaden bei Johannes Boehland. Von 1959 bis 1962 absolvierte er ein Noviziat in der Benediktinerabtei St. Matthias, Trier. 1974 bis 1999 arbeitete er als Lehrer für Werken und Technik an der Maximilian-Kolbe-Schule in Rottweil. Arbeitsaufenthalte als Bildhauer und Lehrer im Entwicklungsprojekt Shanti-Dipshikha in Bangladesch prägten Josef Büchelers künstlerisches Schaffen. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Erich-Heckel-Preis des Künstlerbundes Baden-Württemberg im Jahr 1996, dem Kunstpreis der Stadt Donaueschingen 2011 und dem Preis der Kulturstiftung Rottweil 2016.
 
„Mit meinen Arbeiten möchte ich an die Grenze der Wahrnehmung gehen“, sagt die 1967 in Freiburg geborene Malerin und Zeichnerin Anja Kniebühler. „Ich möchte nicht Wirklichkeiten abbilden sondern dazu einladen, Assoziationen gleichzeitig zur eigenen Innen- und Außenwelt zu schaffen.“
‘Offensichtlich Papier’ lautet ihr Ausstellungstitel - klar, unumwunden und deskriptiv, doch fordert er zugleich subtil dazu auf, das nicht Offensichtliche in ihrem Werk zu entdecken.
Kniebühler arbeitet mit Ölfarbe, Tusche, Aquarell und unterschiedlichen Nadeln. Mittels der Letztgenannten erweitert die Künstlerin durch das scheinbare Zerstören des Papiers ihre Formensprache und erzeugt ein sich aus der Fläche erhebendes Relief, das sich abhängig Lichteinfall verändert und neue Bildräume schafft. Anleihen und Orientierungspunkte ihrer Bildsprache findet sie in der Pflanzen- und Tierwelt sowie in Alltagsgegenständen.
„Es geht mit um scheinbare Widersprüchlichkeiten im Erleben und Denken“, charakterisiert sie ihre Arbeit „Viel- und Mehrdeutiges versuche ich konkret visuell sichtbar zu machen. Fülle und Leere stehen sich gegenüber.“
Anja Kniebühler studierte von 1989 bis 1995 Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, bei Prof. Max Kaminski, zuletzt als dessen Meisterschülerin.
Stipendien führten sie unter anderem an die Cité des Arts Paris, an die Association of Icelandic Visual Artists Reykjavik und an die Universität Lissabon.
 
Zur Ausstellungseröffnung im Hüfinger Stadtmuseum am 24.01.2020, um 19 Uhr führt Kuratorin Ariane Faller-Budasz in das Werk von Anja Kniebühler und Josef Bücheler ein. Celine Esterle umrahmt die Vernissage mit ihrer Harfe.
^
Redakteur / Urheber
Stadtmuseum Hüfingen
Nach oben
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK