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Stadtmuseum Hüfingen ab 17.05.2020 wieder geöffnet


Das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen öffnet seine Pforten, unter Einhaltung der aktuellen Hygienemaßnahmen, ab kommendem Sonntag, dem 17.05.2020, zwischen 14 und 17 Uhr wieder für die Besucher. Da dieser Tag zugleich der Internationale Museumstag ist, der in diesem Jahr leider nicht groß gefeiert werden kann, ist der Eintritt frei.
Die aktuelle Ausstellung mit Werken von Josef Bücheler und Anja Kniebühler wird bis in die Sommermonate hinein verlängert und kann zu den gewohnten Öffnungszeiten sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden.
Im September werden die Internationalen Keramikwochen, von Oktober 2020 bis Januar 2021 Arbeiten von Denise Moriz und Jörg Mandernach aus Ludwigsburg zu sehen sein. Darauf folgt eine Ausstellung der Werke von Wolfgang Kleiser. Die jurierte Ausstellung „Die Beschaffenheit der Wünsche“, die ursprünglich am 15.05. eröffnet werden sollte, wird im Frühjahr 2021 nachgeholt.
 
Der Rottweiler Künstler Josef Bücheler und die Freiburger Künstlerin Anja Kniebühler beschäftigen sich beide auf unterschiedliche Weise mit dem spannenden und komplexen Werkstoff Papier.
„Meine Arbeiten entstehen spontan in der Auseinandersetzung mit dem Material“, erläutert Bücheler, der seine Werke in Hüfingen unter dem Titel ‘Papier dreidimensional’ präsentiert. „Das Material wird mitbestimmend für die räumliche Form, für Inhalt und Aussage meiner Objekte. Materialität und Immaterialität bilden die Pole meiner Arbeit.“ Papier, bunte Zeitungen, Weidenzweige, Seil, Leim, Graphit, Erde und Asche bilden die Ausgangspunkte seiner Werke, die, nicht zuletzt aufgrund ihrer formalen Reduktion und der Verwendung von sogenannten „armen“ Materialien, oft der Arte Povera zugeordnet werden.
Josef Bücheler wurde 1936 in Wiesbaden geboren. Einer Lehre als Tapezierer und Polsterer in der großväterlichen Werkstatt schloss sich eine Ausbildung zum Kunstglaser und Glasmaler an. Zeichnen und Schrift lernte Bücheler währenddessen in der Werkkunstschule Wiesbaden bei Johannes Boehland. Von 1959 bis 1962 absolvierte er ein Noviziat in der Benediktinerabtei St. Matthias, Trier. 1974 bis 1999 arbeitete er als Lehrer für Werken und Technik an der Maximilian-Kolbe-Schule in Rottweil. Arbeitsaufenthalte als Bildhauer und Lehrer im Entwicklungsprojekt Shanti-Dipshikha in Bangladesch prägten Josef Büchelers künstlerisches Schaffen. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Erich-Heckel-Preis des Künstlerbundes Baden-Württemberg im Jahr 1996, dem Kunstpreis der Stadt Donaueschingen 2011 und dem Preis der Kulturstiftung Rottweil 2016.
 
„Mit meinen Arbeiten möchte ich an die Grenze der Wahrnehmung gehen“, sagt die 1967 in Freiburg geborene Malerin und Zeichnerin Anja Kniebühler. „Ich möchte nicht Wirklichkeiten abbilden sondern dazu einladen, Assoziationen gleichzeitig zur eigenen Innen- und Außenwelt zu schaffen.“
‘Offensichtlich Papier’ lautet ihr Ausstellungstitel - klar, unumwunden und deskriptiv, doch fordert er zugleich subtil dazu auf, das nicht Offensichtliche in ihrem Werk zu entdecken.
Kniebühler arbeitet mit Ölfarbe, Tusche, Aquarell und unterschiedlichen Nadeln. Mittels der Letztgenannten erweitert die Künstlerin durch das scheinbare Zerstören des Papiers ihre Formensprache und erzeugt ein sich aus der Fläche erhebendes Relief, das sich abhängig Lichteinfall verändert und neue Bildräume schafft. Anleihen und Orientierungspunkte ihrer Bildsprache findet sie in der Pflanzen- und Tierwelt sowie in Alltagsgegenständen.
„Es geht mit um scheinbare Widersprüchlichkeiten im Erleben und Denken“, charakterisiert sie ihre Arbeit „Viel- und Mehrdeutiges versuche ich konkret visuell sichtbar zu machen. Fülle und Leere stehen sich gegenüber.“
Anja Kniebühler studierte von 1989 bis 1995 Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, bei Prof. Max Kaminski, zuletzt als dessen Meisterschülerin.
Stipendien führten sie unter anderem an die Cité des Arts Paris, an die Association of Icelandic Visual Artists Reykjavik und an die Universität Lissabon.
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