Aktuell werden etwa 500 Haushalte von den Stadtwerken Hüfingen mit Wärme versorgt.
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In Hüfingen ist und bleibt der Klimaschutz ein zentrales Thema der Stadtentwicklung. Stadt und Stadtwerke treiben deshalb die Energiewende im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterhin sukzessive und ganzheitlich voran.
Deutschlands Langfristziel ist es, bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen mindestens 55 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen. Diese Ziele sind nur zu erreichen durch Anstrengungen in allen Sektoren. Dabei stellt die Wärme für das Gelingen der Energiewende den größten Hebel dar.
Die Stadtwerke Hüfingen konzentrieren sich bei ihrem Beitrag zum Erreichen dieses wichtigen, jedoch anspruchsvollen Ziels auf folgende Maßnahmen:
Die Wärmeversorger Stadtwerke Hüfingen und die Brigachschiene Donaueschingen setzen auf Hackschnitzel um unabhängig von Gas und Öl zu werden. Brigachschiene Donaueschingen und Stadtwerke Hüfingen sind Kooperationspartner.
Die Hackschnitzelheizung I der Stadtwerke Hüfingen und die Biogasanlage decken den Wärmebedarf in den Sommermonaten und in der Übergangszeit CO2-neutral ab. In den Jahren 2022/2023 wurden die drei Teilnetze Auf Hohen/Rappenschneller, Bleichewiese und Lindenpark verbunden (Wärmeverbund). Lag der Öleinsatz der Gesamtwärmeversorgung im Mai 2023 noch bei 17%, so reduzierte sich der Öleinsatz im Mai 2024 auf 5%. Die Hackschnitzheizung I auf der Bleicheweise versorgt jetzt das Gewerbegebiet Lindenpark. Damit wird das Gesamtsystem optimiert. Derzeit versorgen die Stadtwerke Hüfingen 135 Kunden mit Wärme. Die Wärmeerzeugung der Stadtwerke Hüfingen beträgt ca. neun Mio. kWh pro Jahr, das entspricht umgerechnet rund 900.000 Liter Heizöl pro Jahr.
Der Netzzusammenschluss wurde auf Grund der damit verbundenen Klima- und Effizienzvorgaben mit 0,817 Mio. € von Land und EU gefördert. Damit die Stadt Hüfingen im Bereich der Fernwärme von Öl und Gas ganz wegkommt, auch im Winter, hat sich der Gemeinderat für die Anschaffung einer zweiten Hackschnitzelheizung am Standort Bleichewiese entschieden. Zudem verbessert die Hackschnitzelheizung II die Versorgungssicherheit. Für die Hackschnitzelheizung II liegt ein Zuschussbescheid in Höhe von 1,035 Mio. € vor.
Die Hackschnitzel, die in der Bleichewiese eingesetzt werden, kommen fast ausschließlich aus dem eigenen Stadtwald. Für Mengen, die auf Grund der Hackschnitzelheizung II hinzukommen, wurden zusätzlich 5.000 Schüttkubikmeter gesichert. Die benötigten Vorlauftemperaturen und Leistungen, werden durch Hackschnitzel kostengünstig bereitgestellt. Die Kombination von Hackschnitzelheizung I und II, Biogasanlage und der BHKW-Anlage in der Lucian-Reich-Schule führen zu günstigen Gestehungskosten. Langfristiges Ziel der Stadt Hüfingen ist es im Bereich der Gebäudeheizung sukzessive klimaneutral zu werden. Die Fernwärmeversorgung kann hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten.
Die Nahwärmeversorgung Brigachschiene GmbH & Co. KG aus Donaueschingen setzt ebenfalls auf Hackschnitzel. Der neue Hackschnitzelkessel in Donaueschingen ging im März 2024 in Betrieb. „Die Brigachschiene wird dadurch in die Lage versetzt, deren BHKW-Anlage in der warmen Jahreszeit stillzulegen und Erneuerbaren KWK-Strom nur dann zu produzieren, wenn er entsprechend vergütet wird.“, so Michael Hilser, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Ledwig & Partner aus Donaueschingen.