Anfahrt aus Richtung Freiburg
Der B31 Richtung Donaueschingen 58 Kilometer folgen, dann die Ausfahrt Hüfingen auf die L171 nehmen und links abbiegen auf die L171. Nach 700 Meter links in den Schoseweg abbiegen und der Beschilderung "Römischen Badruine" folgen.
Anfahrt aus Richtung Stuttgart
Über die A81 bis zum Autobahndreieck Bad Dürrheim auf die Autobahn A864 Richtung Donaueschingen auf. Am Autobahnende auf die B27 Richtung Donaueschingen, Blumberg, Schaffhausen. Bei der Bundestraßenkreuzung bei Hüfingen auf die B31 Richtung Freiburg abzweigen. Auf der B31 die Abfahrt Hüfingen, Bonndorf, Hausen vor Wald nehmen und rechts Richtung Hüfingen in die Dögginger Straße abbiegen. Dieser 400 Meter folgen, dann links den Schosenweg abbiegen und der Beschilderung "Römische Badruine" folgen.
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II. Tourismus & Kultur
Die Badruine Hüfingen ist ein außergewöhnliches Zeugnis römischer Badekultur und eines der ältesten römischen Kastellbäder seiner Art nördlich der Alpen.
Um das Jahr 70 n. Chr. zogenn die römischen Legionen über die Alpen, um den "Donau-Limes" zu errichten und militärisch zu sichern. An seinem westlichen Ende, im heutigen Hüfingen, entstand das Kastell "Brigobannis" mit einem ausgebauten Straßennetz, einer angeschlossen Zivilsiedlung und den "Balineum" - einem Badegebäude für die Soldaten.
"Balineum" für Kämpfer und Zivilisten
Die Hüfinger Therme befindet sich westlich des Kastells in einem Taleinschnitt unterhalb des "Galgenbergs". Schon bald entspannten sich hier nicht nur die römischen Kämpfer im heißen Wasser und schwitzten im trocken-heißen Dampfbad, sondern - gegen ein geringes Entgelt- auch die Siedlungsbewohner. Eine ausgeklügelte Warmluftheizung, die sogenannte "Hypokaustanlage", sorgt für heißes Wasser sowie angenehm temperierte Böden und Wände. Bei dem Kastellbad Hüfingen handelt sich um ein Balineum des Blocktyps, bei dem alle Räume möglichst kompakt zusammengefasst wurden. Es nimmt - ohne Anbauten - eine Fläche von rund 570 m² ein. Auf rund der Hälfte der Fläche befand sich der großzügig angelegte Umkleide- und Ruheraum, das "Apodyterium", mit seinem zentralen Abkühlungsbecken.
Baarer Feldscheune als typischer Schutzbau
Schon 30 Jahre nach der Erbauung des Bades musste die 11. Legion mit der Verlegung des Donau-Limes weiterziehen. Die Siedlung am Fuß des Kastells blieb jedoch bestehen und mit ihr die rund 600 m² große Badeanlage. Im Jahr 1820 wurde die Badruine auf Veranlassung von Fürst Karl Egon II. von Fürstenberg freigelegt und durch einen Schutzbau gesichert. Dieser Bau hat die Form einer Feldscheune, die für die Gegend Schwarzwald-Baar typisch ist. Noch heute kann man in der Badruine Hüfingen die Geschichte der Römer und ihre Badebräuche auf anschauliche Weise nacherleben.
Zu den Erlebnisführungen in der Römischen Badruine kommen Sie hier: